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JetSafeControlMobile 720

Beschreibung

Die JSCM-7xx ist die neue Generation von Sicherheitssteuerungen, die auf Microcontrollern der Infineon Aurix®-Familie basiert. Mit dieser als Multi- oder Single-Core verfügbaren CPU-Familie stehen zwei leistungsfähige CPU-Cores für Ihre Applikationen zur Verfügung. Das eingesetzte Safety RTOS und die JSCM-API erlauben, dass FS- und Non-FS-Applikationen in der JSCM-720 auf identischem CPU-Core laufen. Dies ermöglicht gleichzeitig manuelles Load Balancing der Applikationstasks, wobei kein CPU-Core für FS-Applikationen geblockt wird. Einmal erstellte FS-Applikationen bleiben dabei unangetastet und sind im System separiert. In Verbindung mit agilen Software-Entwicklungsmethoden wie SCRUM kann mit der JSCM-720 die Entwicklung von Non-FS-Software vereinfacht und schlank gehalten werden. Die Applikationssoftware wird bequem in der Programmiersprache C/C++ erstellt und über das Jetter Diagnose Tooling übertragen.

Die Hardware-Umsetzung der JSCM-720 folgt der bewährten JCM-5xx-Familie. Die Auslegung als Zentralsteuerung mit Gateway-Funktion zeigt sich auch in den I/O-Konfigurationen: Von der leistungsstarken Ansteuerung von Motoren mit bis zu 35 A in der H-Brücke bis hin zur Safety-konformen Versorgung von Remote-I/O mit CAN-Erweiterungsmodulen wie z.B. JXM-IO-E3x sind zahlreiche I/O-Konstellationen abbildbar. Vier CAN-Schnittstellen und Dual Port BroadR-Reach 100BASE-T1 vervollständigen die Konzeption. Das Jetter Diagnose Tooling unterstützt dabei mit weitreichenden Funktionen auch im Feld und ermöglicht eine schnelle Applikationserstellung.

Die JSCM-720 wird zertifiziert nach den gängigen FS-Richtlinien der mobilen Automation. Zertifizierung und die Vorgaben aus dem Safety Manual ermöglichen, die aus Geräte-Risikoanalysen kommenden FS-Anforderungen optimal umzusetzen.

Merkmale

  • Zertifizierte Sicherheitssteuerung der Kat2 für Performance-Level bis PL d
  • FS- und Non-FS-Applikationen können gleichzeitig auf beliebigem Core laufen
  • Manuelles Load Balancing der Applikationstasks über alle CPU-Cores möglich
  • Keine Core-Zuweisung von Safety-Anwendungen notwendig
  • Agile Software-Entwicklung trotz Safety-Anforderungen möglich
  • Leistungsfähige Infineon Aurix®-CPU mit unterschiedlichen Performancestufen
  • Ausgangsleistung bis 35 A über blockbare Ausgangskanäle konfigurierbar
  • Programmierung in C/C++ mit offener Toolchain auf Eclipse-Basis
  • Debugging im Feld bei geschlossenem Gerät möglich

Technische Daten

Safety-Zertifikate ISO 13849: PL d; ISO 25119: AgPL c (SRL 1)/AgPL d (SRL 2); IEC 61508: SIL2; Zertifikate liegen zum jetzigen Zeitpunkt der Entwicklung noch nicht vor
Zulassungen ECE R10 Zulassung, CE nach ISO 14982
Betriebsspannungsbereich DC 8 … 32 V, Lastspannung getrennt
Verpolschutz Ja, gemeinsames Verpolen vorausgesetzt
Betriebs-/Lagertemperaturbereich -40 … +80 °C
Schutzart IP65
Vibration DIN EN 60068-2-64 Kat 2
Schock DIN EN 60068-2-64 30g
Gehäuse Aluminiumgehäuse mit Kühlkörperboden
Abmessungen (BxHxT) Ca. 241 x 211 x 69 mm
Bedienung und Diagnose Optional: 2 Dual-Color-LED für Diagnose/Betriebszustand/Applikation
Stecker CPC 144 pin, Molex
CPU Infineon Tricore Aurix® TC297/TC277
Speicher: RAM - Applikation - remanent CPU abhängig – 2,7 MB intern, 16 MB extern – 32 kB EPROM
Programmierung „C“-, FS- und Non-FS-Applikationen können auf einer Steuerung laufen
Betriebssystem Zertifiziertes Safety-RTOS mit JSCM-API-Erweiterung
Schnittstellen  
CAN 4x 125 kB/s bis 1 MB/s, CANopen®, SAE J1939, ISOBUS 11783
LIN 1x 9,6 Kbit/s bis 38,4 Kbit/s, LIN-RAW-Protokoll
Ethernet/BroadR-Reach 2x 100BASE-T1 mit internem Switch
Maximale Anzahl Ein-/Ausgänge 104
Sensorversorgung UBAT 4; alle für ratiometrische Sensorik geeignet
Sensorversorgung 10 V@100 mA 2
Eingänge  
Analog 8; 0 … 10 V/0 … 22 mA, einzeln konfigurierbar; Auflösung: 12 Bit, Eingangsimpedanz: 50 kΩ, Bürde: 240 Ω; Alternativ zu verwenden als Digitaleingang für Stromsignal, Fmax: 50Hz
Analog, metrisches Verhältnis 4; 0 ... 10 V/0 ... 32 V/0 ... 22 mA/Verhältnis metrischer Eingang, einzeln konfigurierbar Auflösung: 12 bit, Eingangsimpedanz: 50 kΩ, Bürde: 240 Ω; Alternativ zu verwenden als Digitaleingang für Stromsignal, Fmax: 50 Hz
Frequenz, Digital, PNP 16; Active-high mit pull down, Eingangsimpedanz 4 kΩ; Alternativ zu verwenden als Frequenzeingang, 0,1 ... 20 kHz, Pulszeit > 20 μs
Frequenz, Digital, NPN 2; Active-low mit pull down, Eingangsimpedanz 4 kΩ; Alternativ zu verwenden als Frequenzeingang, 0,1 ... 20 kHz, Pulszeit > 20 μs
Frequenz, Digital, PNP/NPN 12; Active-high/low mit pull up/down (gruppiert nach 4 Kanälen), Eingangsimpedanz 4 kΩ; Alternativ zu verwenden als Frequenzeingang, 0,1 ... 20 kHz, Pulszeit > 20 μs
Ausgänge  
PWM 34; 3 A; H-seitig, PWM 50 Hz ... 1 kHz
PWMi 16; 3 A; H-seitig, Stromregelung 2.5 %; 50 Hz ... 1 kHz
PWM PVG 4; PVG-Regelung von Danfoss-Ventilen: Bereich 10 ... 90 %, 0 = 50 %; Alternativ zu verwenden als 3 A; H-seitig, PWM 50 Hz ... 1 kHz
AO 2; AO: 0 ... 10 V, 20 mA, 12-bit
Halbbrücke 8; 8 A; 50 Hz ... 1 kHz, schaltbar als Halbbrücke 8 A; 6 mit Fmax 500 Hz sperrbar zur Vollbrücke mit 35 A; Alternativ zu verwenden als 8x PWM 50 Hz … 1 kHz, 8 A; 16x digitale Ausgänge, 8 A, High-side; 8x digitale Ausgänge, 8 A, Low-side
Max. zulässiger Gesamtstrom 35 A, Gehäusetemperatur max. +85 °C
Diagnostische Funktionen Versorgungsspannungsüberwachung, Gesamtstromüberwachung, Verpolungsschutz, Überlast- und Leerlauferkennung, alle I/Os sind gegen Kurzschluss gegen GND und UBAT geschützt

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