Überwachung von Kompressorstationen
Kurzbeschreibung:
- Überwachung von Kompressorstationen in einem Werk zur Karosseriefeinblechverarbeitung
- Erfassen und Melden von Störungen zur schnellen Störungsbeseitigung
- JetControl 241 mit Webserver und JX-SIO Peripheriemodulen
- Einbindung in das vorhandene Ethernet-Netzwerk
- HTML-basierende Visualisierung mit Datenintegration über SSI
- Erfassung von analogen und digitalen Signalen mit Berechnungen für die vorbeugende Wartung
- Steuerung versendet E-Mail an Wartungspersonal
- Von jedem beliebigen PC im Intranet, auf dem ein Webbrowser installiert ist, lässt sich der Anlagenstatus durch Aufruf der entsprechenden IP-Adresse beobachten
Die Anwendung:
In diesem Werk kam es in der Vergangenheit zu gelegentlichen Störungen in der Kompressorstation. Dies hatte teilweise Produktionsausfälle zur Folge. Es existierte eine einfache Störanzeige mittels Blitzleuchte, die jedoch nicht alle Störungen der Anlage erfasste und die bei bestimmten Betriebszuständen ohne das Vorliegen einer Störung aktiviert wurde. Außerdem wurde die Aktivierung der Blitzleuchte nicht bemerkt, wenn die Instandhalter gerade im Werk unterwegs waren.
Ziel war es nun, eine Überwachung der Kompressorstation zu realisieren, bei der alle Störungen erfasst und sofort bemerkt werden, so dass die Störungsbeseitigung sofort veranlasst werden kann.
Gründe für Jetter:
Nach umfangreicher Recherche durch die Mitarbeiter des Unternehmens wurde die Jet-Web-Technologie als einzig geeignetes System ausgewählt. Folgende Gründe waren für diese Entscheidung ausschlaggebend:
- Kostengünstige Lösung
- Es lassen sich sowohl Digital- als auch Analogsignale erfassen
- Es lassen sich, im Gegensatz zu normalen Störmeldesystemen, beliebige Berechnungen auch mit Analogwerten anstellen (z.B. Störmeldung wenn der Druck unter einen bestimmten Wert sinkt)
- Die Programmiersprache „JetSym“ für die SPS-Programmierung ist sehr leicht zu erlernen (erheblich leichter als die Programmierung einer klassischen SPS-Steuerung)
- Die Programmiersoftware in der Demoversion voll funktionsfähig bis zu 4k Programmcode, dadurch günstiger Einstieg für erste Tests möglich
- Die Steuerung lässt sich einfach an das bereits existierende Ethernet anschließen
- Nachdem vom Anwender entsprechende HTML-Seiten programmiert und im Speicher der Steuerung abgelegt sind, lassen sich diese von jedem beliebigen PC im Intranet aus betrachten. Dazu muß lediglich im Webbrowser die entsprechende IP-Adresse der Startseite aufgerufen werden (z.B. http://149.211.150.250).
149.211.150.250).
Auch die Möglichkeit der Steuerungen, an jede beliebige Mailadresse E-Mails zu versenden war ein wesentliches Argument.
Erfahrungen und Nutzen:
Seit Inbetriebnahme der E-Mail-Funktionalität wurden zahlreiche Störungen automatisch gemeldet. Die Ursachen einiger Kompressorausfälle wegen zeitweise auftretender Fehler (z.B. Wackelkontakte und Bauteile, deren Totalausfall sich damit ankündigte) konnten durch Auswertung des mitgesendeten Anlagenstatus in den E-Mails lokalisiert und vorbeugend repariert werden.
Bei zahlreichen Kompressorausfällen konnte schnell reagiert werden, so dass der ausgefallene Kompressor in kürzester Zeit wieder am Netz war und Engpässe bei der Druckluftversorgung verhindert wurden.
Die kritischste Störung war ein Totalausfall der Kompressorstation. Der Haupt-Drucksensor war ausgefallen, wodurch die Anlagensteuerung allen Kompressoren die Förderfreigabe entzog. Es kam zum Absinken des Druckes, woraufhin die Jetter-Steuerung die Störung per E-Mail an mehrere Mitarbeiter der Instandhaltung meldete. Aus dem mitgesendeten Status war sofort die Dramatik der Störung erkennbar, so dass sofort ein Mitarbeiter, der sich in der Nähe befand, telefonisch verständigt wurde. Drei Minuten später wurden durch diesen Mitarbeiter die Kompressoren auf Handbetrieb umschalten, gerade noch rechtzeitig bevor der Druck unter die kritische Marke absinken konnte.
Die eingesetzten Komponenten:
- JetControl 241 (W)
- JX-SIO Peripheriemodule
- Digitale und analoge E/A
- SSI für die Einbindung der Steuerungswerte in HTML-Seiten


